Coaching-Themen

Meine Beratung ist darauf ausgerichtet, Ihre Überzeugung zu stärken, auch schwierige Arbeits- und Lebenssituationen bewältigen zu können. In der Fachsprache nennt man diese Überzeugung auch „Selbstwirksamkeitserwartung“. Sie beschreibt das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, erwünschte Handlungen erfolgreich ausführen zu können. Es geht also darum, die Welt um sich als veränderbar zu erkennen und sich selbst als Gestalter*in von Veränderungen und Einflussnahmen auf das eigene Leben zu verstehen. Personen mit einem starken Glauben an die eigenen Fähigkeiten zeigen größere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben, eine niedrigere Anfälligkeit für Angststörungen und Depressionen sowie nachhaltige Erfolge in der Ausbildung und im Berufsleben.

In Zeiten starker Belastung oder unvorhergesehenen Veränderungen denken Sie sicher häufig, dass Ihre Situation voller Probleme ist, die Sie nicht lösen können. Im ersten Schritt geht es darum, dieses Erleben zu beschreiben und zu würdigen, anstatt es schön zu reden. Unsere Fähigkeit, zielgerichtet zu handeln, lässt sich lebenslang trainieren. Deshalb machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach Ihren Stärken und Fähigkeiten, die Ihnen in der Vergangenheit dazu verholfen haben, Ihre Ziele, auch bei Gegenwind und starkem Seegang, zu erreichen. Sie finden ein Ziel, dem Sie sich schrittweise annähern, indem Sie Ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten so bündeln, dass Sie sich selbst sagen können „Ich schaffe das!“

Wie verläuft ein Coaching?

Begleitung in Veränderungsprozessen und Entscheidungsfindungen

Fragen Sie sich, ob Sie beruflich noch am richtigen Platz sind und sich dort weiter entwickeln können oder lieber nach einer neuen Herausforderung suchen wollen? Haben Sie ein berufliches Angebot, zu dem Sie sich nicht entscheiden können? Sind Sie Berufsanfänger*in oder Wiedereinsteiger*in und brauchen Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben? In Ihrem Privatleben gibt es Konflikte, die Sie belasten?

Meine Kundin Sandra (Name geändert) arbeitete nach dem Studium zehn Jahre für eine Versicherung in Düsseldorf. In den letzten drei Jahren war sie oft unzufrieden mit ihren Aufgaben und dachte hin und wieder über eine Veränderung nach. Dann bekam Sie von ihrem Arbeitgeber das Angebot, im kommenden Geschäftsjahr eine Teamleitung am Standort Hamburg zu übernehmen. Im Laufe von drei Beratungsterminen arbeiteten wir gemeinsam heraus, was Sandra im Zuge einer beruflichen und räumlichen Veränderung für sich bewahren wollte bzw. was sie dafür definitiv aufgeben musste. Sandra stellte einerseits fest, dass sie sich einen beruflichen Wechsel vorstellen konnte. Andererseits hatte sie Bedenken, ob sie in Hamburg privat Fuß fassen würde. Als Vorbereitung für den dritten Termin bat ich Sandra, auf einer Zeitlinie der letzten 15 Jahre, alle Situationen zu markieren und zu beschreiben, in denen Sie Veränderungen und Neuanfänge bewältigen konnte oder musste. Sandra wurde bewusst, dass die Trennung von ihrem Studienfreund anlässlich des Umzugs nach Düsseldorf sie immer noch blockierte. Dennoch stellte sie fest, dass sie in dieser schwierigen Zeit auch viele Stärken entwickelt hatte, die wir jetzt für ein Fähigkeitenprofil nutzen konnten, das Sandra als Erinnerungshilfe auf ihrem Smartphone speicherte. Zusätzlich dazu übten wir in einem Rollenspiel, welche ihrer Fähigkeiten sie in der Verhandlung mit ihrem Arbeitgeber zu den Einzelheiten ihrer Versetzung nach Hamburg einsetzen konnte. Sandra erhielt eine genaue Stellenbeschreibung und umfangreiche Unterstützung für den Umzug während der Zeit der Wohnungssuche. Zwei Jahre nach ihrem Umzug teilte Sandra mir mit, dass sie als Bereichsleiterin zu einem anderen Arbeitgeber in Hamburg wechselt und mit ihrem Privatleben sehr zufrieden ist.

Wie verläuft ein Coaching?

Lerncoaching

Wir lernen ein Leben lang, häufig beiläufig ohne es zu merken. Gezieltes Lernen für die Schule, für eine Prüfung oder eine öffentliche Präsentation ist sowohl bei Jugendlichen, als auch Erwachsenen, häufig von Konzentrations- und Motivationsproblemen begleitet. Vor allem in der schulischen Oberstufe, im Übergang in Studium und Beruf treten Herausforderungen auf, die zu erhöhtem Stress und Versagensängsten führen.

Jans (Name geändert) sonst gute schulische Leistungen sind im elften Jahrgang des Gymnasiums in allen Fächern stark rückläufig. Seine Eltern sind zuerst nur besorgt, dann schränken sie seine Freizeitmöglichkeiten ein und verbieten Sport und Schlagzeugunterricht. In unserem ersten Termin ist Jan sehr stark verunsichert, als ich ihn bitte, mir zu schildern was er tun kann, damit seine Ergebnisse noch schlechter werden. Es zeigt sich, dass er im Unterricht nur lückenhaft Notizen anfertigt, Hausaufgaben nur schnell und oberflächlich erledigt und insgesamt zu wenig Zeit für die Klausurvorbereitung einplant. Er spielt lieber im Internet Fußball. Dort ist er auf höchstem Level dabei, wie er stolz erwähnt. Gemeinsam fertigen wir eine Grafik an, in der er prozentual darstellt, wie hoch der Zeitbedarf für die einzelnen Kurse ist. Dann bitte ich Jan, mir ein paar einfache Schlagzeugbeats mit Hilfe von Essstäbchen auf dem Tisch beizubringen. Ich erkläre ihm dann, dass mein Gehirn bis zu unserem nächsten Termin täglich 30 Minuten braucht, bis ich diese Schläge einigermaßen beherrsche, während er sie bereits automatisch nutzen kann. In meinem Gehirn besteht noch kein Netzwerk, das „mit zwei Händen unterschiedliche Rhythmen schlagen“ heißt. Als Hausaufgabe bitte ich Jan, eine kurze mündliche Präsentation über einen Sportler vorzubereiten, der ein Vorbild ist. Jan ist ein großer Fan von Dirk Nowitzki und spielt auch selbst Basketball. Wir beschäftigen uns zwei weitere Termine damit, wie es Dirk Nowitzki geschafft hat, ein erfolgreicher Sportler zu werden. Dazu nutzen wir den Film „Der perfekte Wurf“, in dem Nowitzki, seine Trainer, Mitspieler und sein privates Umfeld beschreiben, wie Dirk seine Ziele erreicht bzw. seine Trainings- und Motivationskrisen überwindet. Jan erreicht schrittweise, sein Lernen so zu organisieren, dass er seine Freizeit als Ausgleich genießen kann. Er studiert heute an der TU in Braunschweig.

Wie verläuft ein Coaching?

Lehrercoaching

Lehrende müssen in der Schule heute ein komplexes Handlungsfeld bewältigen. Sie bereiten ihren Fachunterricht und Klausuren vor, müssen sich immer wieder mit veränderten Unterrichtsvorgaben und bildungspolitischen Rahmenbedingungen auseinander setzen. Ihr Unterricht soll sowohl lernstarke, als auch lernschwache Lernende gleichermaßen berücksichtigen. Ein erheblicher Teil ihrer Tätigkeit liegt in der Kommunikation mit Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schülern, der Unterricht ist Sach-und Beziehungsarbeit. Die Vermeidung und der Umgang mit Störungen des Unterrichts sind ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit .

Laura (Name geändert) hat nach dem Referendariat eine mehrjährige Familienpause eingelegt. Nachdem ihre zwei Kinder auf die weiterführende Schule gehen, möchte sie ihre Tätigkeit als Englisch- und Geschichtslehrerin wieder aufnehmen. In ihrem Kollegium trifft Laura auf gleichaltrige Lehrer*innen, die einige Jahre Berufserfahrung mitbringen und eine größere Gruppe junger Lehrer*innen. Bereits in der Vorbereitungswoche zu Beginn des Schuljahres hat Laura große Bedenken entwickelt, ob sie den Unterricht und die Einarbeitung im Kollegium bewältigen wird. In unserem ersten Termin bitte ich Laura, drei schwierige Schulsituationen zu beschreiben, in denen sie dringenden Handlungsbedarf sieht. Nach einem Blick auf meine laienhaften Zeichnungen dazu (dem Blick von oben, wie Laura sagt), empfindet sie eine Situation jetzt eher komisch als problematisch und für eine andere gelingt es ihr, spontan einen Lösungsvorschlag zu entwerfen. Die dritte Situation bezieht sich auf eine Klasse in der ihr Unterricht aus ihrer Sicht nicht „funktioniert“. In drei weiteren Sitzungen beschäftigen wir uns mit den Verfahrensabläufen in Lauras Unterricht, dabei stellt sich heraus, dass Laura diese Aspekte vernachlässigt hat, weil sie befürchtete, dass ihre Klassen sie als „uncool“ empfinden würden, wenn sie Wert auf geregelte Abläufe legt. Laura verändert die Sitzordnung und die Unterrichtsabläufe so, dass insgesamt eine ruhigere Lernatmosphäre entsteht. Dies wird sowohl von ihren Klassen, als auch Kolleg*innen in ihrem Team positiv kommentiert. Lauras Angst, unbeliebt zu sein, weil sie einen Rahmen vorgibt, löst sich auf. Im Laufe ihres ersten Halbjahres in der Schule treffe ich Laura insgesamt sechsmal. Ihren ersten Unterrichtsbesuch durch die begutachtende Schulbehörde bereiten wir gemeinsam vor. Lauras Englischstunde wird mit „gut“ bewertet. Im folgenden Schuljahr erhält sie das Angebot, Klassenlehrerin zu werden und wird fest eingestellt.